Für Don, der nach 10 Jahren TH noch einmal ein Zuhause haben möchte...

  • Von Votum konnte ich nur noch Abschied nehmen, ohne ihn jemals gesehen zu haben.



    Aber er ist noch da, Don, der auch nie etwas anderes kennen gelernt hat als einen Tierheimzwinger; einen entsetzlichen, im italienischen Canile, in den man ihn als Baby gesperrt hatte; und einen freundlicheren, im Tierschutzligadorf, wo er vor einem Jahr einziehen durfte, wo man ihm noch einmal eine Chance auf Leben gab – auf ein hundewürdiges Leben.


    Und eine Chance auf Vermittlung, auf eine eigene Familie, der es egal ist, dass er groß, schwarz,


    grauschnäuzig – und inzwischen alt ist.


    Seit 10 Jahren nur Zwinger, wenig menschliche, immer wechselnde Kontakte – und die seltenen


    glücklichen Augenblicke wenn er Gassigehen darf.


    Als ich an seinen Zwinger kam, den er allein bewohnt, streckte er aufgeregt und bittend die Pfote


    durch die Gitter, ließ sich problemlos anleinen und lief vorbildlich an der Leine, auch außerhalb des


    Geländes. Es ging langsam und gemütlich voran, denn es musste schließlich jeder Grashalm auf


    Neuwuchs untersucht, beschnüffelt und begossen werden, sodass er der ideale Hund für langsame


    und gemütliche Menschen ist, die spazieren gehen- und nicht rennen wollen.


    Andere Hunde sind kein Problem, aber Katzen hat er wohl zum Fressen gern. Kinder, die mit ihm toben oder


    spielen wollen sind nicht geeignet – er ist ein alter Herr, der seinem Lebensabend entgegengeht und wohl nicht


    mehr allzu viel Zeit hat zum Glücklichsein.


    Er muss die Möglichkeit haben draußen zu bleiben, wenn er es wünscht – was nicht sicher, aber möglich ist.


    Er hatte ja nie ein Heim, hat nie in einem Haus gelebt. Aber an nichts gewöhnt man sich so schnell wie an gute


    Dinge; und ein warmes Zimmer, mit einem gemütlichen Korb, in der Nähe „seines“ menschlichen Rudels könnte –


    wie etliche Beispiele schon gezeigt haben – einem einsamen Hüttenplatz im Garten, bei Wind, Schnee und


    Minusgraden, (oder wahlweise Bullenhitze) durchaus vorzuziehen sein, wenn man ihm die Entscheidung überlässt


    und die Zeit dazu gibt.



    Und als ich mein Leberwurstbrot mit ihm teilte leuchteten seine alten, guten Augen wie die eines


    Kindes unterm Weihnachtsbaum; ich durfte ihm jede Menge Fellflocken aus dem Pelz rupfen und


    er machte brav die Fotosession mit … und ging dann still wieder in seinen Zwinger und schaute mir


    durch die Gitter nach.


    Ich konnte ihm nur versprechen mich ins Zeug zu legen für ihn.


    Und wieder mal ein paar Engel um Hilfe zu bitten – für Don, der noch einmal ein Zuhause haben möchte.


    hr


    Kontakt: E-Mail info@tierschutzligadorf.de

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